Design

  • User Interface Ästhetik
  • Informationsvisualisierung
  • Prozess- und Service-Design
  • Sound Design

„Ergonomie geht im Design auf, oder sie geht unter“
Prof. Dr. Frieder Nake

In diesem Satz steckt nicht mehr und vor allem nicht weniger als die weise Beobachtung, dass ein Interface nur im direkten Zusammenspiel von Usability und Ästhetik seine ganze Wirksamkeit entfalten kann. Mit anderen Worten, ein sehr gutes Interface muss auf zwei Ebenen überzeugen:
Dem „First Moment of Thruth (FMOT)“, indem es auf ästhetische Art und Weise den Menschen dafür begeistert, überhaupt mit einem Produkt oder System interagieren zu wollen. Und bringt der Nutzer, getriggert durch das Design, diese Motivation mit, so darf er im „Second Moment of Thruth (SMOT)“ auf gar keinen Fall durch eine unbefriedigende Bedienbarkeit enttäuscht werden.

Weil die Ergonomie im Design aufgehen soll, und weil wir Interfaces entwickeln wollen, die ihre Nutzer restlos begeistern, sind wir von ganzem Herzen Designer! Denkende und kreative Designer.

User Interface Ästhetik

Unter dem Begriff der User Interface Ästhetik verstehen wir eine ganze Reihe von Gestaltungsbezügen. In der Regel sind diese grafischer Art und vektor- oder pixelbasiert, wie z. B. das Design von Icons, von grafischen Bedienkomponenten (Default- und Custom Controls), von Bildinhalten, Typografie und Layout. Der grafische Entwurf eines Interfaces ist aber niemals ein statisches Ergebnis, sondern immer Abbild von Prozessen. So gestalten wir Icon-Familien und Controls in Abhängigkeit ihrer funktionalen Zustände als interaktive Bausteine eines großen Ganzen.

Dafür braucht man visuelles Einfühlungsvermögen im Spannungsfeld von darzustellender Logik, Corporate Design Vorgaben des Auftraggebers und erwarteter, ästhetischer Identifikationsfaktoren für die Nutzer. Aber ein gutes Gespür für Form, Farbe, Kontrast und Gewichtung auf der Fläche reicht nicht, um ein guter Interfacedesigner zu sein. Auch der Faktor Dynamik und die zeitliche Bewegung in Fläche und Raum sind Gegenstand wertvollen Interaktionsdesigns. Denn mit sog. „Motion Graphic“, also bewegter Grafik oder Animation, lässt sich ein besonderes Maß an Nutzerführung realisieren, bei dem der Wechsel von Systemzuständen für die Menschen eindeutig nachvollziehbar und damit verständlich gemacht wird. Wir nennen das „Usable Motion“.

Informationsvisualisierung

„Graphical excellence is that which gives to the viewer the greatest number of ideas in the shortest time with the least ink in the smallest space.“
Edward R. Tufte

Wir sind umgeben von komplexen Zusammenhängen. Viele von diesen manifestieren sich in gewaltigen Datenmengen, zu denen wir Zugang und Anschlussfähigkeit gewinnen müssen, um sie zu verstehen und für uns nutzbar machen zu können. Innerhalb des Interface Designs hat sich deshalb ein spezieller Schwerpunkt herausgebildet: die Daten- bzw. Informationsvisualisierung.

Für uns und unsere Kunden ist dies ein wichtiges Feld, denn wenn wir davon sprechen, dass wir mit Komplexität umgehen müssen, dann heißt dies nicht auf Komplexität zu verzichten, das wäre illusorisch, sondern der Komplexität ihre Kompliziertheit zu nehmen. Dafür schaffen wir visuelle, einleuchtende Zugänge zu unerklärlich komplizierten Informationen, zum Beispiel indem wir sehr konzentriert auf das Wesentliche, allen Ballast wegdesignen, der uns kognitiv belastet.

Wir fahren damit den „Mental Workload“ der Benutzer auf das Minimum zurück, welches ihm erlaubt den Blick auf das Wesentliche zu schärfen – z. B. bei gefahrsensitiven Interfaces oder bei der Gestaltung von Prozesswarten. Aber auch dann, wenn wir Menschen Zusammenhänge verstehen wollen, z. B. um uns nachhaltiger verhalten zu können oder auch einfach nur weil wir es genießen, etwas Schwieriges durchdringen zu können.

Prozess- und Service Design

Im Wesentlichen ist das Interaktionsdesign Prozessdesign. Also das bewusste Entwerfen von prozessoralen Handlungsabläufen mit der Idee, ein Erfolgserlebnis zu kreieren. Viele der Prozesse, die es in unserer Umwelt zu gestalten gilt, können sich in Produkt- und Systeminterfaces manifestieren und so die Nutzer geschickt leiten. Aber das Design und viele Hersteller sehen sich auch der Herausforderung gegenüber, festzustellen, dass sich der Verzicht auf manche Produkte oder der Wandel von Produktleistung zu Dienstleistung als wertvollerer Lösungsansatz in unserer Gesellschaft darstellt. Auch diese Dienstleistungsangebote müssen konzipiert, kreiert und gestaltet werden. Wir sprechen dann von Service Design.

Als Interaktionsdesigner, diejenigen also die sich im Kern mit der Prozessgestaltung beschäftigen, haben wir uns selbstverständlich davon verabschiedet, dass jede Produktgestaltung materieller Natur sein muss – ein Softwareinterface ist dies nicht. Wir gestalten Information aus Licht und Klang. Mit der gleichen Selbstverständlichkeit und der Expertise der Prozessgestaltung sind wir auch prädestiniert für die Gestaltung von Statt-Produkten wie Dienstleistungsservices. Im Sinne einer Total User Experience Gestaltung verzahnt sich sogar das Design eines Produktes mit dem gesamten Umfeld, wie dem Wartungsservice oder einem Mietsystem für Dinge, die man zwar nutzen aber nicht besitzen möchte.

Sound Design

„Klang ist die Seele eines unbelebten Gegenstandes“
John Cage

Der Klang der Dinge – Akustik – ist eine Aufgabe des Designs. Im Kanon der Gestaltungsparameter, die ein Interface zum Leben erwecken, gehört neben dem Interaktionsdesign und seiner grafischen Visualisierung auch das Hörbare, das Audible Interface. Die Gestaltung von Klang ist eine hochgradig interessante aber auch schwierige Angelegenheit. Eine, der wir mit viel Respekt begegnen und die wir - als Spezialisten für zwei- und dreidimensionale Formgestaltung und für das Prozessdesign - nicht dilettantisch nebenher bearbeiten. Im Gegenteil: In Sachen Sound Design vertrauen wir auf die wertvolle Zusammenarbeit mit dem Sounddesigner, Musiker und Filmkomponisten Nils Kaczirek aus Hamburg.

Was wir gemeinsam für unsere Kunden leisten, ist das Zusammenspiel von Sound, Grafik und Bewegung zu einem interaktiven Gesamterlebnis zu verschmelzen. Wie wichtig Sound ist, können Sie sich selbst vorstellen, wenn Sie sich vor Augen führen, dass Sie jederzeit wegsehen können, indem Sie die Augen schließen. Dem Klang, gut oder schlecht, passend oder unpassend, können Sie sich nicht entziehen. Ihre Nutzer auch nicht.