Analyse und Konzept

  • Projektplanung
  • Analyse des Nutzungskontextes
  • Interaktionsdesign
  • Informationsarchitektur

Für ein erfolgreiches User Centred Design Projekt (UCD) gilt, dass Usability und Designspezialisten frühestmöglich eingebunden werden sollten, um nachhaltigen Erfolg kreieren zu können.

Echte Usability Probleme haben in aller Regel eine strukturelle Ursache in der Informationsarchitektur und sind nicht mit einem späten, oberflächlichen Facelift des Graphical User Interface (GUI) zu lösen.
Im Gegenteil, oft beginnt die Lücke zwischen Mensch und Technik bereits zu klaffen, wenn die Anforderungsanalyse an das technische System nicht aus Sicht der späteren Nutzer geführt wird.
Deshalb beginnen wir die Zusammenarbeit mit unseren Kunden auf der Basis eines gemeinsamen Briefing-Workshops und einer Claims-Analyse der im Projekt vertretenen Akteure und Stakeholder.

Damit begeben wir uns mit unseren Kunden in eine gemeinsame Poleposition für den weiteren Projektverlauf.

Projektplanung

Bei HID werden alle Projekte von einem erfahrenen Projektmanagement geleitet. Dieses garantiert die Zeit- und Budgetplanung, leistet die übergeordnete Projektorganisation und -kommunikation und schafft intern Struktur für die intensive operative Arbeit unserer multidisziplinären Usability und Design Teams. Zugleich vertrauen wir bei HID auf die Kraft der kurzen Wege und damit auf den direkten operativ-fachlichen Austausch unserer Mitarbeiter mit ihren jeweiligen Ansprechpartnern bei unseren Auftraggebern oder deren externen Dienstleistern.

Als wesentliche Grundlage verstehen wir unsere Beratung und Planung für einen optimalen Projektverlauf. Vom klassischen User Centred Design Prozess bis zum agilen Vorgehen bei dem wir unsere Aktivitäten der Usability- und Designentwicklung mit der agilen Entwicklung zum Beispiel in Scrum-Prozessen synchronisieren.

Analyse des Nutzungskontextes

Der Grundstein für einen erfolgversprechenden User Centred Design Prozess liegt in einer einfachen aber wirkmächtigen Frage: „Haben wir von Anfang an die Chance, die mentalen Modelle der Nutzer, ihre Vorstellungen, Ängste, Anforderungen und Vorlieben gegenüber der Technik, die wir gestalten sollen zu verstehen?“

Weil wir diese mentalen Modelle zwingend verstehen wollen und müssen, um überhaupt wertvolle Entwurfsarbeit leisten zu können, steht die empathische Analyse des Nutzungskontextes zu Projektbegin im Zentrum unseres Interesses. Die begleitende Beobachtung (Contextual Inquiry) bietet uns methodisch einen sehr effektiven Zugang zu implizitem Nutzerwissen und zur Verortung der Anforderungsanalyse (Requirements Analysis) im Nutzungszusammenhang. Zu diesem Anlass beobachten und befragen wir Menschen im Kontext, in dem sie die adressierten technischen Produkte und Systeme einsetzen. Unsere Beobachtungen dokumentieren wir für die weitere Analyse je nach Möglichkeit in Foto-, Video- und Tonaufnahmen und in persönlichen Notizen.

Interaktionsdesign

Die Analyse geht in zwei zentrale Inhalte der Konzeptphase ein. Die Konzeption des Interaktionsdesigns und die Konzeption der Informationsarchitektur.

In der Konzeption des Interaktionsdesigns konzentrieren wir uns auf die Gestaltung der Interaktionsprozesse. Wie wird ein erfolgreicher Dialog zwischen Mensch und Technik motiviert, konsistent weiterentwickelt und nachvollziehbar abgeschlossen? Welche Input-/Output-Technologie sollte eingesetzt werden? Welches Interface Paradigma ist das tragfähigste - GUI (Graphical User Interface), NUI (Natural User Interface), OUI (Organic User Interface)? Setzen wir auf Maus und Tastatur, Touch, Gestik, Sprache, analoge Haptik, Sensorik oder eine virtuose Mischform? Wo im Spektrum zwischen konservativen und progressiven Interaktionsmöglichkeiten sollten wir das Interaktionsdesign ansiedeln? Setzen wir auf bekannte Interaktionsformen oder auf Innovation? Stützen wir das eine mit dem anderen?

Sie können sicher sein, in unserem persönlichen Spannungsfeld zwischen zwölfjähriger Erfahrung auf der einen Seite und experimenteller Visionskraft auf der anderen Seite loten wir die vielversprechendsten Nutzungsprozesse aus und bringen sie im Interaktionsdesign auf den Punkt.

Informationsarchitektur

Die Prozessgestaltung hat einen symbiotischen Partner, die Informationsarchitektur. Sie ist der zweite wesentliche Aspekt, den wir in der Konzeptphase bearbeiten. Mit der Informationsarchitektur gestalten wir die Struktur eines interaktiven Systems und legen die Inhalte und ihre Position in den Prozessabläufen sowie das grundlegende Layout des Screendesigns fest. Methodisch arbeiten wir hier mit Einbindung von Nutzern zum Beispiel in Cardsorting Workshops, in denen beispielsweise Menüinhalte aus Sicht der Benutzer logisch strukturiert werden. Zudem beginnen wir bereits in diesem frühen Projektstadium mit dem projektbegleitenden Entwickeln interaktiver Prototypen, wie Papierprototypen, einfachen Clickdummies auf Wireframe-Basis und je nach Projektausrichtung ersten einfachen Hardwareprototypen und User Experience Experimenten.

Die Ergebnisse der Konzeptphase reflektieren und bewerten wir gemeinsam mit unseren Kunden. Stehen die Konzepte werden die wesentlichen Aspekte dokumentiert und zur Ausdifferenzierung des „Look and Feel“ des Interfaces in die nächste Projektphase - die Designphase - übergeben.