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World Usability Day 2009 - World!

Frank Jacob, 13. November 2009 18:36 Uhr

wud09browser

Auf dem World Usability Day 2009 am 12.11.2009 in Hamburg präsentierten Studierende des Interface Designs der Muthesius Kunsthochschule eine interaktive Installation in der die Relationen aller, rund um den Globus statt findender Events anlässlich des World Usability Day 2009 erlebbar wurden. Die Installation wurde über ein Touchscreen-Terminal bedient und gleichzeitig in Prominenter Größe im Foyer der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften projeziert. Die Besucher zeigten sich begeistert beim Explorieren der Zusammenhänge. So konnte man sehen, dass in Australien ein WUD09 BBQ veranstaltet wurde, in Indien gelehrt wurde, wie man Schmuck aus Abfall herstellen kann als Start für ein eigenes Business und dass in den USA die “Great Peanut Butter Jelly Sandwich Experience” ausgerufen wurde.

Jetzt ist der World Usability Day 2009 Browser auch online.

Kreiert von Studenten des BA und MA Programms Interface Design der Muthesius Kunsthochschule Kiel, Betreut von Prof. Frank Jacob. Der World Usability Day 2009 Browser basiert auf dem Relation Browser Konzept von Moritz Stefaner (FH Potsdam).

Apple: Multitouch Mouse

Frank Jacob, 20. Oktober 2009 22:16 Uhr

mightymouse

Gerade habe ich in meinem Artikel über das 10/GUI Konzept geschrieben, dass es eine vielversprechende Idee ist, bei Desktopsystemen die Multitouch-Funktionalität auf ein externes Eingabegerät zu legen, statt auf den Screen, wie zum Beispiel bei Tabletopanwendungen und Smallscreen-Devices. Nun legt Apple mit der neuen Mightymouse ein Produkt vor, dass die gewohnte Mousefunktionalität mit Multitouchfunktionalität anreichert. Wer schon jetzt die Multitouchfunktion der MacBook Touchpads schätzt, der wir verstehen welches Potenzial sich darin für die Nutzer erschließt. Wer es nicht kennt, wird im Video von Apple sehen, wie selbstverständlich die Nutzung anmutet. Wieder ein Schritt weiter in der Entwicklung echter NUI´s - Natural User Interfaces. Auffällig konsequent ist auch, dass Apple immer nach der möglichst besten Form der Interaktion sucht. So wurde das Zoomen nicht mit dem vom iPhone gewohnten spreizen und schließen von zwei Fingern (in der Regel Daumen und Zeigefinger) auf der Mouse realisiert, sondern durch eine einfache Scrollbewegung bei gedrückter Control-Taste. Nicht dumm, denn den Daumen braucht man um die Mouse sicher zu führen und wo eine Mouse ist ist meist auch eine Tastatur.

10/GUI - Multitouchinteraktionskonzept für Desktop PC´s

Frank Jacob, 18. Oktober 2009 22:24 Uhr

10/GUI from C. Miller on Vimeo.

Mit 10/GUI stellt R. Clayton Miller seine, wie ich finde bemwerkenswerte Vision eines neuartigen Bedienkonzeptes für die Nutzung von Desktop PC´s vor. Er setzt hierbei auf die Multitouchinteraktion mit beiden Händen und bis zu zehn Fingern. Kern von 10/GUI ist dabei die Idee, die Multitoucheingabe vom Screen zu trennen und auf eine Art Trackpad zu legen, welches beiden Händen Platz bietet und der regulären Tastatur vorgelagert ist. Auf diese Art bleibt auch das bekanntermaßen überlegene, haptische Feedback beim Schreiben mit einer klassischen Tastatur erhalten.
Miller legt aber nicht nur eine Hardware Idee vor, sondern verbindet diese mit der konkreten Idee einer Umgestaltung des Windowverhaltens von Desktopapplikationen. Er ordnet alle Fenster linear nebeneinander an und lässt diese sich kontextabhängig Raum nehmen und dabei andere Fenster nach links und rechts verdrängen. Das wirkt interessant und macht skeptisch zugleich. Aber gerade das macht es spannend. Es wäre sehr wertvoll ein paar kurze Usabilitybeobachtungen zu haben, und zu sehen, ob das Windowverhalten auf eine entsprechende Akzeptanz bei den Nutzern fällt und es wäre wertvoll zu sehen, ob sich ein natürliches und damit unverkrampftes Ablegen der Hände auf dem Device einstellt, oder ob die Nutzer eher krampfhaft agieren, um ungewollte Fehltouche zu vermeiden.
Was ich mit Sicherheit sagen kann, das belegt auch eine Studie von Julia Fuchs im Rahmen Ihrer, von mir betreuten Diplomarbeit zu Multitouchinteraktion, ist es eine sehr vielversprechende Idee, den Multitouch auf dem Diplay nur für sehr kleine und sehr große Screens (Multiuser-Multitouch) zu nutzen und Desktopsysteme nicht mit Multitouchscreens auszustatten. Nicht umsonst legte Apple seine kreativen Gedanken zu Multitouch in die Trackpads Ihrer MacBooks und nicht auf deren Monitore.

Investition in die Zukunft unserer Profession

Frank Jacob, 9. Oktober 2009 18:09 Uhr

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Gesponsert von Human Interface Design

Mit einem umfassenden Sponsoring haben wir uns entschieden, unseren Berufsverband, die Usability Professional Association, ins besondere die nationale Vertretung German UPA in Ihrer wertvollen Arbeit zu unterstützen. Neben der allgemeinen finanziellen Unterstützung des Verbandes unterstützen wir auch ganz gezielt auf nationaler, wie auch zusätzlich in Hamburg auf lokaler Ebene sämtliche Bemühungen zum World Usability Day am 12.11.2009. Dies liegt uns sehr am Herzen, wird an diesem Tag doch weltweit mit Aktionen, Vorträgen und Workshops für die menschenzentrierte Gestaltung unserer technischen Umwelt geworben. Mit unserem Sponsoring verbinden wir nicht zuletzt zweierlei. Großen Dank für die Arbeit der German UPA im Bereich der Entwicklung unseres Berufsfeldes und einen besonderen Motivationsschub für die weitere Arbeit, denn im nächsten Jahr steht eine ganz besondere Veranstaltung im Kalender aller Usability Professionals - die internationale Fachkonferenz UP 2010. Diese findet zum ersten Mal auf europäischem Boden, in München, statt und möchte ihrer Traditionsstätte Nordamerika im Jahr 2010 eine wunderbare Alternative bieten. Wir wünschen gutes Gelingen und freuen uns, der German UPA und dem World Usability Day auf dieser Ebene, und Anlässlich unseres 10 jährigen Bestehens, noch ein Stück mehr Verbundenheit ausdrücken zu können.

Das Team von Human Interface Design

HID auf der UP09: 3 Vorträge und ein “Best Session Award”

Frank Jacob, 6. Oktober 2009 14:59 Uhr


Foto: UP09 auf Flickr

Im Rahmen der wichtigsten deutschsprachigen Usability Fachtagung “Mensch und Computer” fand auch in diesem Jahr die Konferenz der Usability Professionals UP09 statt. Innerhalb des Konferenzprogramms waren wir mit drei Fachvorträgen vertreten.  Allesamt lenkten sie ein bemerkenswertes Interesse der Besucher auf sich, worüber wir uns sehr freuen. Mit unseren Vorträgen konnten wir inhaltlich einen weiten Bogen über das Spektrum unserer Arbeit und Forschung spannen. Von “Usable Motion - Usabilitypotenziale bewegter Grafik” (Frank Jacob), über einen Praxisbericht unserer Arbeit für die Prozesssteuerung von Industrieofenanlagen zur Stahlhärtung für die Ipsen International GmbH (Claudia S. Friedrich) bis zum “Agilen User Centered Design” (Florian Schauderna und Jeremy Stucki). Letzteres beschäftigt uns in komplexen Projekten wie zum Beispiel für die Deutsche Presseagentur dpa oder den wirtschaftlichen Verein Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung w.V. VIT.

Besonders freuen wir uns über den Gewinn des “Best Session - Publikumspreises” mit dem die Session “Animierte User Interfaces” ausgezeichnet wurde, zu der wir mit unserem Vortrag über die Usabilitypotenziale von Motion Graphics beigetragen haben.

Die Teilnehmer der UP09 wählten wie in jedem Jahr ihre “Lieblingssession”. Bewertet wurde die Qualität sowohl der Organisation als auch der Inhalte und ihres Praxisbezugs.

Worldchanging Interview: Vinay Venkatraman on Interaction Design

Frank Jacob, 30. September 2009 15:47 Uhr


Der diesjährige World Usability Day steht ganz im Zeichen der Sustainability, also der Nachhaltigkeit. Wir gehen im Speziellen der Frage nach, wie Usability und Nachhaltigkeit sich gegenseitig befruchten. Interessant in diesem Zusammenhang zu lesen ist ein Interview mit dem dänischen Interactiondesigner Vinay Venkatraman, durchgeführt von einem der, unserer Meinung nach, wichtigsten Web-Foren zum Thema Nachhaltigkeit worldchanging.com.

HID: Nominierung für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2010

Frank Jacob, 14. Mai 2009 23:20 Uhr

Wir freuen uns sehr, denn wir, Human Interface Design,  sind für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2010 nominiert worden.

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Der Designpreis der Bundesrepublik Deutschland ist die höchste offizielle deutsche Auszeichnung im Bereich Design. Er wird als »Preis der Preise« bezeichnet. Der Grund: Kein anderer Designpreis stellt ähnlich hohe Anforderungen an seine Teilnehmer. So kann ein Unternehmen nur dann am Wettbewerb um den Designpreis teilnehmen, wenn sein Produkt bereits mit einem nationalen oder internationalen Preis ausgezeichnet wurde. Eine weitere Voraussetzung für die Teilnahme ist die Nominierung durch die Wirtschaftsministerien und -senatoren der Länder bzw. durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

Das Internet der Dinge für´s Wohnzimmer

nuphaus, 9. April 2009 16:43 Uhr
RFID-Leser für die Heimanwendung

Nach dem Internethasen “Nabaztag” stellt das französische Unternehmen “Violet” das RFID-Set “Mirror” vor. Das Set besteht aus einem RFID-Leser, dem Mirror, zwei Mini-Nabaztags, sowie “Ztamps” genannten RFID-Tags. Die Ztamps haben die Anmutung bunter Briefmarken und können beliebig auf Objekte geklebt werden, um diese mit Online-Funktionen zu verknüpfen.

Ist der Mirror per USB mit dem Computer verbunden, liest er kontaktlos die Ztamps aus und führt eine zuvor zugewiesene Funktion aus. So kann der Regenschirm automatisch den Wetterbericht aufrufen, der Bilderrahmen die Fotosammlung oder die Fernbedienung des TV-Programm.

Violet konzentriert sich nach eigener Aussage auf eine spezielle, “weiche” Integration von digitaler Technologie in unseren Alltag, Mirror ist ein weiterer Schritt. “The Internet of Things starts here” verspricht das Unternehmen und macht die bisher fast ausschließlich für professionelle Anwendungen verfügbare RFID-Technologie tauglich für die Heimanwendung. So kann jeder Benutzer für einen recht moderaten Preis von ca. € 50,- physische Gegenstände zu interaktiven Objekten machen. www.violet.net

see #4: Die Konferenz zur Visualisierung von Informationen

Frank Jacob, 22. März 2009 22:56 Uhr

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Auch in diesem Jahr veranstaltet Scholz &Volkmer die see conference zur Visualisierung von Informationen. Sie findet am 18.04.2009 in Wiesbaden statt.  Im letzten Jahr hatte ich (Frank Jacob) das Glück selbst an der Konferenz teil zu nehmen und war absolut begeistert von der Qualität aller Vorträge. In diesem Jahr wird Jeremy Stucki aus dem HID Team vor Ort sein und sicher an dieser Stelle die ein oder andere Nachricht zur see conference #4 posten. Es präsentieren unter anderem Aaron Koblin vom Google Creative Lab, der Software-Künstler Julian Oliver, Sebastian Oschatz von MESO Digital Interiors sowie Eric Rodenbeck von Stamen Design.

Karten gibt es leider schon seit geraumer Zeit nicht mehr, jedoch lässt sich die Konferenz auch über Videostreams nachverfolgen. Wir wünschen der Konferenz das Gelingen und die Klasse, die sie in den letzten drei Jahren vorgelegt hat und sind sicher auch in 2009 wird die see #4 begeistern.

iF Concept Award 2009 für Frederick Podzuweit

Frank Jacob, 19. März 2009 18:34 Uhr

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Wir gratulieren Frederick Podzuweit, Student des Interface Designs an der Muthesius Kunsthochschule Kiel für den Gewinn eines iF Concept Awards 2009 mit seiner Produktvision “Emotional Statistics“.  Im Rahmen der gleichnamigen Projektaufgabe entwarf Frederick Podzuweit ein interaktives Objekt welches die Nutzung eines Onlineshops visualisiert. “Emotional Statistics” nutz ein Hardware-Objekt um die ansonsten “trockenen” Statistiken von Internetshops zu visualisieren. In dieser charmanten Umsetzung kann die Bewegung von Nutzern auf der Website leicht nachvollzogen werden. Die aufleuchtenden Dioden (LED) zeigen an, wie tief der Benutzer sich in den Kaufprozess navigiert (von der Homepage über die Produktkategorie und den Warenkorb bis zur Kasse). Ist eine Transaktion erfolgreich abgeschlossen worden, so werden im kreisrunden, zentralen Display kurz die Artikel angezeigt, welche gekauft wurden. Von “Emotional Statistics” wird visualisiert, wo die Nutzer her kommen, direkt oder über ein Suchmachine, über ein Werbeangebot oder durch einen externen Link. Grüne LEDs zeigen neue Besucher an und weiße solche Besucher, die dem System bereits bekannt sind.  Mit der Zeiteinteilung am Rand des Objektes kann auch ein Zeitraum eingestellt werden, in dem kummulierte Werte und Vergleichzeiträume angezeigt werden sollen. Zum Beispiel, das Weihnachtsgeschäft 2008, der Vormonat etc. Dann fungiert das zentrale Display für die Darstellung nummerischer Werte und die LED Arrays gleichen Balkendiagrammen.

Das Projekt wurde betreut von Prof. Frank Jacob und Prof. Tom Duscher.